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Abdourahman A. Waberi
Der nordostafrikanische Schriftsteller Abdourahman A. Waberi wurde am 20. Juli 1965 in Dschibuti-Stadt geboren, welches damals noch zum französischen Somaliland gehörte. Der studierte Anglist lebte lange in Caen in der Normandie und arbeitete als Englischlehrer, als Journalist, als Berater für afrikanische Literatur und als Autor.
Abdourahman A. Waberis Verbundenheit zu Dschibuti
Kurz vor seinem zwölften Geburtstag 1977 erlangte Dschibuti die Unabhängigkeit von Frankreich. Für den Autoren ein einschneidendes Erlebnis. Lange fühlte er sich seinem Heimatland und dessen Entwicklung mit seiner Literatur verpflichtet. 1985 begab Waberi sich nach Dijon und Caen, wo er sein Englisch-Studium fortsetzte. In Dijon promovierte er im Juni 1993 über Poetik und Politik in den Werken von dem somalischen Schriftsteller Nuruddin Farah. Ein Jahr später erschien der erste Teil seiner Triologie „Von einem Land entbunden” mit dem Titel „Das Land ohne Schatten”. Hierfür erhielt Waberi die Auszeichnung Grand Prix de la Nouvelle francophone, sowie den Prix Albert Bernard. Der zweite Teil mit dem Titel „Die Legende von der Nomadensonne” erscheint 1996 und ist ebenfalls preisgekrönt. Der letzte Teil „Balbala” erscheint 1997. Diese Bände sind eine Triologie über Dschibuti.
Gemeinschaftsarbeiten
Von 1996 bis 2005 arbeitete Abdourahman A. Waberi als Englischlehrer in Frankreich. Zur gleichen Zeit schrieb er als Literaturkritiker für verschiedene Kulturmagazine, sowie er als Juror und Literaturberater in einem großen französischen Verlag für die Afrikaabteilung fungierte. In einer Gemeinschaftsarbeit mit den Fotografen John Liebenberg, Pierrot Men, Yves Pitchen und Ricardo Rangel erschien das Buch „Das nomadische Auge - Reise durch das Land von Dschibuti”. 1997. Das Buch „Totenkopfernte, Texte für Ruanda” wurde 2000 veröffentlicht, nachdem Waberi mehrmals längere Zeit in Ruanda gewesen ist. In diesem Gemeinschaftswerk wird der Völkermord in Ruanda thematisiert.
Gedichte und ein Kinderbuch
Im gleichen Jahr erscheint auch der Gedichtband „Die Nomaden, meine Brüder, werden auf den Großen Bären trinken, 1991-1998”. Ein Jahr darauf folgt das kleine Buch: „Rift Routes Rails - 13 romaneske Variationen”. 2002 erscheint ein Kinderbuch von Waberi, „Bouh und die Zauberkuh”, sowie sein Beitrag „Somalische Frauen von Kanada” in der Novellensammlung „Erstaunliche/Staunende Reisende. Neue Stimmen aus Afrika”.
In den Vereinigten Staaten von Afrika
2003 wurde sein Roman „Transit” publiziert. Außerdem hat er an mehreren Sammelbänden mitgearbeitet. Sein letzter Roman „In den Vereinigten Staaten von Afrika” fand den Weg zum Leser 2006. Außerdem verbrachte er bis 2007 ein Jahr in Berlin als Stipendiat des DAAD. Ab dann wurde Waberi vom Wellesley College, Boston gefördert. Diese Reisen - und wohl auch die Zeit - haben dem Autoren eine neue Distanz zu seinem Heimatland erlangen lassen. Er sieht sich nicht länger als ein Sprachrohr Afrikas, sondern entwirft mit klarem Blick Satiren und fantastische Geschichten über den Menschen.
[+] externe Links:
- offizielle Website von Abdourahman A. Waberi [http://www.abdourahmanwaberi.com/]
Werke, die in deutscher Übersetzung vorliegen:
- (1998) „Die Legende von der Nomadensonne”
- (2008) „Schädelernte”
- (2008) „In den Vereinigten Staaten von Afrika”
- (2011) „Tor der Tränen”
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AfrikaRoman über den Autor
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