Freitag, 28. Juli 2017


Lindsey Collen





Lindsey Collen, geboren 1948 in der Transkei (Südafrika), studierte Jura und Literaturwissenschaften, lebte in New York, auf den Seychellen und in Großbritannien, wo sie die London School of Economics besuchte. Seit den 70er Jahren hat sie ihren Wohnsitz auf Mauritius im Indischen Ozean, wo sich die engagierte Feministin im Bildungs- und Kulturbereich, aber vor allem auch als Friedensaktivistin gegen Militärbasen einsetzt. Ihre politische Arbeit spiegelt sich in all ihren Büchern wider. Sie ist mit einem Arzt und Gewerkschaftsführer verheiratet.

Drei ihrer fünf Romane sind bereits auf Deutsch erschienen: „Sita und die Gewalt” (1997, Rowohlt Tb.), „Die Wellen von Mauritius” (1998, Rowohlt Tb.) und „Lebenstanz” (1999, Lamuv). Mit dem Roman „Sita und die Gewalt” schafft sie ihren literarischen Durchbruch und wird 1994 mit dem Commonwealth Writers Prize für den besten Roman Afrikas ausgezeichnet. Auf Mauritius wird dieser Roman, in dem die Vergewaltigung einer jungen Frau aufgearbeitet wird, jedoch mit der Begründung verboten, dass er "eine Ungeheuerlichkeit gegen die öffentliche und religiöse Moral" darstelle. 11 Jahre später wird der Commonwealth Writers Preis for Africa wiederum an Lindsey Collen verliehen, diesmal für den Roman „Boy” (Bloomsbury, Februar 2004, HC, engl.). Hier erforscht ein Junge das soziale und sexuelle Erwachen eines jungen Mannes.


 
   

   
  
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