Donnerstag, 27. April 2017


Nuruddin Farah





Der Philosoph und Literaturwissenschafter Nuruddin Farah gilt als einer der bedeutendsten afrikanischen Schriftsteller der Gegenwart und wurde mehrfach als Kandidat für den Nobelpreis benannt.

Nuruddin Farah wurde 1945 im südsomalischen Baidoa geboren. Er war das Vierte von zehn Kindern. Seine Mutter war eine traditionelle Erzählerin, so wie es die beiden Urgroßväter waren, sein Vater Dolmetscher des britischen Gouverneurs.

Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaften in Indien sowie Theaterwissenschaften in London und Essex. Zwischenzeitlich, von 1969-1974, unterrichtet Nuruddin Farah an der Universität von Mogadischu; schreibt das Theaterstück „A Dagger in Vacuum” (1969); veröffentlicht seinen ersten Roman „From a Crooked Rib” (1970); beendet die Arbeit am zweiten Roman „A Naked Needle” (1972).

1974 musste er Somalia verlassen, wo Nuruddin Farah aufgrund seiner Veröffentlichungen in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde, und lebte viele Jahre im Exil. Erst 1996 konnte er sein Heimatland wieder besuchen.

Nuruddin Farah ist Autor zahlreicher Romane und Theaterstücke. Seine Bücher wurden in siebzehn Sprachen übersetzt und weltweit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit 1999 lebt Nuruddin Farah in Kapstadt, Südafrika.

Im Februar 2007 erschien ein neuer Roman des Autors bei Riverhead Books, New York, unter dem englischen Titel „Knots”.

Nuruddin Farah lehrte im Sommersemester 2007 als Samuel-Fischer-Gastprofessor am Peter-Szondi-Institut der Freien Universität Berlin.


 
   

   
  
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