|
Samstag, 31. Juli 2010
Sie kam zur Welt, als an einem Sonntag im Januar 1944 in der Kirche die Andacht für ihren gefallenen Vater gehalten wurde. Sie war das fünfte Kind. Die Tränen der Mutter hatten sie sensibel gemacht, die Armut nachdenklich. Später verhalfen die guten Zensuren in der Schule zu ihrer Einsicht, es gibt keinen Grund, sich zu ducken. Dennoch. Ihr Beruf passte nicht so recht zu ihrem Wesen. In jeder Phase ihrer Karriere war sie sozial und solidarisch, besonnen und menschlich - alles andere als eine abgehobene Werbemanagerin. Das Studium der Werbeökonomie begann sie mit dreißig Jahren, neben Beruf und vierköpfiger Familie. Ende der Achtziger ging sie mit ihrem Mann nach Angola, um Entwicklungshilfe zu leisten. Ihre Erzählung „Afrika – Im Auftrag der Geier”, veröffentlicht im März 2oo6, schöpft aus jener Zeit. Nach der Wiedervereinigung hieß es noch einmal lernen, vornehmlich autodidaktisch. Was verstand eine „Ossi” schon von Werbeschlachten, von Marketing? Sie sagt, es sei ihre lernintensivste Zeit gewesen aber wer nicht mehr lerne, höre auf zu leben. Nur eines hat sie bis heute nicht gelernt: Schlachten zu schlagen. In der Stadt- und Tourismuswerbung, die sie seit 1993 leitete, ging es fair, stets sozial und ehrlich zu. Maxi Hill beschreibt ihre Wahlheimat Cottbus, wo sie seit 1966 lebt, mit folgenden Worten:
- Kein Königreich, doch mit einem Schloss
Als die Kinder aus dem Haus waren und ihr Leben ruhiger wurde, lernte Maxi das kreative Schreiben. Jetzt ist sie Mitglied der Zeitzeugen ihrer Stadt und arbeitet im Autorengremium Wortfenster des Frauenzentrums Lila Villa mit.
Mehr über Maxi Hill unter www.maxi-hill.de
|
|
|
|||||||||||||||||