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Samstag, 31. Juli 2010
Ryszard Kapuscinski, geboren 1932 in der ostpolnischen Stadt Pinsk, kam 1945 mit seiner Familie nach Warschau. An der Universität von Warschau studierte er Geschichte. In den fünfziger Jahren wurde er als Korrespondent nach Asien und in den Mittleren Osten, später auch nach Lateinamerika und nach Afrika entsandt. Er zählt zu den großen Journalisten der Gegenwart, seine Reportagen aus der Dritten Welt sind weltberühmt. Ryszard Kapuscinski wurde 1994 der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und 1999 der Hanseatische Goethe-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung in Hamburg verliehen. Im Dezember 1999 wurde er in Polen zum »Journalisten des Jahrhunderts« ernannt. In Deutschland wurde Kapuscinski 1984 mit der literarischen Reportage „König der Könige” bekannt, einem Porträt des einstigen Kaisers von Äthiopien, Haile Selassie. Auch weitere Bücher wie „Afrikanisches Fieber. Erfahrungen aus vierzig Jahren” wurden von deutschen Kritikern als Meisterwerke gefeiert. Kapuscinski war auch einmal für den Literatur-Nobel-Preis nominiert.
Am 23. Januar 2oo7 starb Kapuscinski im Banacha-Krankenhaus in Warschau an den Folgen einer Herzoperation. Er ist 74 Jahre alt geworden.
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