Montag, 25. September 2017


Boubacar Boris Diop




Boubacar Boris Diop ist ein senegalesischer Literat und Journalist, der 1946 in Dakar geboren wurde. Schon als Jugendlicher begann er, sich sowohl für Literatur als auch für die Probleme des Rassismus und Kolonialismus zu interessieren. Seinen ersten (unveröffentlicht gebliebenen) Roman zu dem Thema schrieb er noch vor dem Abitur. Diop, der seinen zweiten Vornamen einer Figur von Jean-Paul Sartre entlehnte, studierte Literatur und Philosophie und arbeitete anschließend als Lehrer in der nordsenegalesischen Stadt Saint-Louis. Parallel dazu organisierte er Tanzabende mit politischen Vorträgen. Sein erster Roman, „Le temps de Tamango”, erschien 1981.

In den neunziger Jahren beschäftigte er sich intensiv mit dem Genozid in Ruanda. Er bereiste das Land 1998 gemeinsam mit anderen Künstlern, um Gespräche mit Überlebenden zu führen. Über den Völkermord schrieb er den Roman „Murambi, das Buch der Gebeine”, der erstmals im Jahr 2000 veröffentlicht wurde. Diop wollte mit diesem Roman besonders junge Menschen zur Diskussion über die Ereignisse anregen und hielt ihn daher erzählerisch bewusst einfach. Sein üblicher Schreibstil zeichnet sich durch das Vermischen europäischer und afrikanischer Traditionen und einen spielerischen Umgang mit den Mythen und der Realität aus.

Neben Romanen schrieb Boubacar Boris Diop auch Theaterstücke, Drehbücher und Erzählungen.


 
   

   
  
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