Sonntag, 17. Dezember 2017


José Eduardo Agualusa




Der angolanische Schriftsteller José Eduardo Agualusa wurde am 13. Dezember 1960 in Huambo geboren. Nachdem Agualusa lange Zeit in Lissabon lebte, zog dieser nach Rio de Janeiro um.

Die Werke des Schriftstellers umfassen neben vier Romanen einen Lyrikband und eine Sammlung mit Kurzgeschichten. Neben seiner Tätigkeit als Autor arbeitet der Angolaner als freier Journalist für Zeitung und Radio. Anzumerken ist José Eduardo Agualusas Ansicht, dass er die portugiesische Sprache, welche von den damaligen Kolonialherren eingeführt wurde, nicht als Sprache der Unterdrückung sondern als eingebürgerte afrikanische Sprache wahrnimmt. Agualusas Ansicht ist nicht zuletzt auf die Tatsache zurückzuführen, dass die portugiesische Sprache mit Begriffen aus dem Afrikanischen angereichert wurde.

Seinen ersten Roman veröffentlichte José Eduardo Agualusa im Jahr 1989. Der unter dem Titel „A Conjura” (Die Verschwörung) erschienene Roman behandelt die Vermischung der Kulturen in der modernen angolanischen Gesellschaft und spielt in den Jahren 1880 bis 1911, Handlungsort ist Sao Paulo de Luanda. Hauptgedanke der meisten Romane ist der Gedanke, dass in der Gesellschaft nur derjenige überlebt, der sich gegenüber anderen Kulturen und deren Gegensätzen öffnet. In seinem Roman „Estaçao das chuvas” (Die verregnete Saison) aus dem Jahr 1996 handelt der Erzählstrang um einen fiktionalen Ich-Erzähler, welcher dem Leser die Folgen eines 30-jährigen Bürgerkrieges vor Augen hält.

José Eduardo Agualusa erlangte auch in Deutschland einen gewissen Popularitätsgrad, sein letzter offizieller Auftritt in Deutschland fand auf dem internationalen Literaturfestival im Jahr 2001 in Berlin statt.
2008 war der Autor erneut Gastredner beim ilb!


 
   

   
  
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