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Nairobi HeatMukoma wa Ngugi

Nairobi Heat


ISBN-10: 3887472993 | ISBN-13: 978-3887472993
Gebunden, deutsche Ausgabe, 180 Seiten
Erschien: März 2014, Transit Buchverlag
Aus dem Englischen von Rainer Nitsche




Kurzbeschreibung zu „Nairobi Heat“


Ein raffiniert aufgebauter, spannungsgeladener Roman, der seine besondere Qualität erhält durch den "fremden" Blick eines schwarzen Amerikaners auf Afrika.
In Mapple-Bluff, einem reichen, überwiegend von Weißen bewohnten Vorort von Madison/Wisconsin, wird eine blonde Frau auf der Veranda eines Hauses tot aufgefunden, das ein Schwarzer, ein Professor aus Kenia, bewohnt. Ishmael, Kommissar der Polizei von Madison, ermittelt. Der zunächst verdächtige Afrikaner hat ein Alibi, vor allem aber stellt sich heraus, dass er einer der Helden im Kampf gegen den Völkermord in Ruanda war und Hunderte vor dem Tod bewahrt hat.
Der Fall nimmt Fahrt auf, als der Kommissar einen Anruf bekommt: Die Aufklärung der Falls sei nur in Afrika zu finden. Er fliegt nach Nairobi und wird dort, als Schwarzer aus den reichen USA kommend, als "weißer Mann" begrüßt. In der Folge entwickelt sich eine heiße Jagd nach den Hintergründen des Mordes und vor allem nach den kriminellen Strukturen einer Hilfsorganisation für Ruanda. Der Kommissar erlebt die tagtägliche Gewalt und Korruption in Afrika und staunt über seine Kollegen, die immer zuerst schießen und dann erst fragen. Tatsächlich findet er den Täter, der aber alle Zeugen beseitigt hat, deswegen beschließt der Kommissar, zurückgekehrt in die USA, die Sache auf eigene Faust zu Ende zu bringen. Dieser Roman hält seine Leser in hoher Spannung, liefert ihnen aber fast beiläufig Einsichten in gesellschaftliche Zustände in Amerika wie in Afrika. Aus dieser verschränkten und deswegen überraschenden Perspektive kann man natürlich nur schreiben, wenn man, wie der Autor, in beiden Welten zu Hause und gleichzeitig fremd ist. Insofern ist das Buch ein doppelter Glücksfall.

 

 


 

Buchrezension von Sven Rosenow
Veröffentlicht am 19. Juli 2014


 

Krimiwelt Bestliste. Nairobi Head ist mehrfach dabei/gelistet. Im März, April und Juni landet der Debütroman von Mukoma wa Ngugi unter den Top 10. Doch sollte man das Buch wirklich lesen / gelesen haben?

Es ist nicht leicht zu lesen. Der Leser teilt förmlich die Verständnislosigkeit des Detectives. (Zitat von Seite 28 anbringen, dass ich dreimal lesen musste, bis ich es verstanden hatte.)

Aber gewöhnt sich der Leser an den Schreibstil (Ich-Form/Perspektive mit häufig wechselnden Zeitformwechseln) genauso schnell, wie der Protagonist daran als amerikanischer Afrikaner kein Afrikaner zu sein. Nein!!!

Auch hat der Schreibstil nichts mit dem gängigen Ghettostil zu tun!

Bleibt festzuhalten: durch die Bestenlisten gereicht, überzeugt Nairobi Heat vielleicht inhaltlich. ….drei vier passende Adjektive!!! Den sprachlichen Balanceakt muss man erarbeiten / auf sich nehmen. (Auf den sprachlichen Balanceakt muss man sich einlassen.) Der Inhalt muss erarbeitet werden. Vergnügen geht anders. Der sprachlichen Herausforderung muss man sich stellen…

Die ermittelnden Detektive betreten das Haus erneut, diesmal sind die Türen weit geöffnet. Bis sie auf zwei bewaffnete Bedienstete treffen. Zack. Schuss. Knall. Alle Tod. / Tod sind se. Wortlos! Resident Evil ist ja ein Scheißdreck dagegen! Das Szenario ist so derart Sinnfrei, dass man spätestens an dieser Stelle die Lektüre beiseitelegen möchte. Dieser innere Wunsch wurde in die Tat umgesetzt: Man muss ja nun nicht wirklich jedes Buch zu Ende lesen.

Spätestens als der Autor ein Resident Evil Szenario ausbreitet: Ein großes Anwesen, der Zugang offen und menschenleer. Zwei Polizisten schleichen durch das Haus.

Wohlgemerkt…es handelt sich um eine Kladde.

 

Bewertung: 1 afrikanischen Kontinent

Leserstimmen

noch kein Buchkommentar




 

AfrikaRoman über Mukoma wa Ngugi


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