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AFRIKA - Im Auftrag der GeierMaxi Hill

AFRIKA - Im Auftrag der Geier


ISBN-10: 3844260250 | ISBN-13: 978-3844260250
Taschenbuch, 200 Seiten
Erschien: Juli 2013, epubli GmbH




Kurzbeschreibung zu „AFRIKA - Im Auftrag der Geier“


Im Reich der ewigen Sonne herrschen finstere Schatten – die Schatten des Krieges, die Schatten des Elends und die Schatten einer uralten Kluft zwischen Gestern und Heute. Und dann gibt es einen Schatten hinter dem Schein des Selbstlosen. Schauplatz der Erzählung ist Angola zwischen 1986 und 1989. Von den großen Weltlagern forciert, tobt der erbitterte Bürgerkrieg. Maxi Hill und ihr Mann Arne leisten im Auftrag der DDR im Süden des Landes Entwicklungshilfe, um gegen die dunkle Hoffnungslosigkeit auf der Sonnenseite der Welt ankämpfen zu helfen. Ausgerechnet fern der Heimat beginnt Maxi an jenen Werten zu zweifeln, die einst ihren Glauben an eine gerechtere Zukunft bestimmten. Zum ersten Mal in ihrem Leben übt sie sich in trotziger Aufsässigkeit gegen die alten Spielregeln der Täuschung und setzt dem schnöden Schein der Uneigennützigkeit eine winzige Wahrhaftigkeit entgegen. Doch dann geschieht mit einem ihrer Schützlinge etwas Schreckliches, das die Schuld der ignoranten Welt und jeglicher Politik am Tod und am Elend auf dem Kontinent schmerzlich offenbart. Die Geschichte lebt von der großen Menschlichkeit, der faszinierenden Landschaft und den ergreifenden afrikanischen Traditionen. Zwar skizziert sie auch die Befindlichkeit der Menschen vor dem Zusammenbruch der DDR, die Parallelen zur weltweiten Korruption beim heutigen Umgang mit Hilfsangeboten sind indes nicht zu übersehen.


Leserstimmen

Ida Herta schrieb:2014-02-02 11:07:42
„Afrika – Im Auftrag der Geier“ ist eine authentische Erzählung einer DDR-Entwicklungshelferin, deren Begreifen, deren Eigenzäsur, deren Erwachen aus einem Menschheitstraum erst fern der Heimat auf dem afrikanischen Kontinent beginnt.
Das Buch gewährt sehr einfühlsam einen Blick auf diese benachteiligte Welt. Es lässt teilhaben am Gefühl einer fremdverschuldeten Hoffnungslosigkeit und der hausgemachten Ungerechtigkeit, gleichwohl an der Empörung über politische Verklärungen. Und doch lebt die Geschichte von der großen Menschlichkeit und dem Nachdenken über Menschlichkeit in der Kulisse aus fremder Kultur und faszinierender Landschaft.
Doch es stellt auch viele Fragen, die noch heute keine Beantwortung gefunden haben.

Dieser Erzählung liegen (wie wahrscheinlich jedem Roman) authentische Begebenheiten zugrunde, die für einen Außenstehenden nur schwer zu begreifen sind. Nun kann man streiten, ob die Jahre 1986 bis 1989 lang her sind oder nicht. Ich meine, es wäre lang genug, um daraus gesellschaftliche Lehren zu ziehen, aber genau das scheint trotz großangelegter Milleniums-Kampagne nicht der Fall zu sein. Auch wenn das Buch hintergründig wie eine Verteufelung der damaligen DDR-Afrikapolitik klingt, so weiß man doch, diese Hintergründe sind wiederholbare Geschichte. Gerade heute floriert weltweit ein korrupteres Geschäft mit dem Elend der Welt. Und daran sind wir alle mit unserem Wohlstandsanspruch nicht schuldlos. Wenn Probleme, die unsere Gesellschaft nicht bewältigt, verharmlost, totgeschwiegen, verleugnet werden, ist dies ebenso würdelos, wie das Problem an sich.
Die Protagonistin Maxi und ihre Scham vor dem Umgang des Menschen mit dem Menschen, spiegelt sich – wie der eingeweihte Leser weiß – in den folgenden Büchern der Autorin wider.
Immer bezieht sie Position, ohne den Anspruch zu erheben, es wäre die einzig richtige. In diesem, ihrem ersten (Erstauflage 2006) hat sie zwar Schwarz und Weiß verwoben, aber sie hat nicht schwarz-weiß gemalt, denn in jedem von uns steckt auch ein Quäntchen Unwürdigkeit.





 

AfrikaRoman über Maxi Hill


  
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