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Die weiße JägerinRolf Ackermann

Die weiße Jägerin


ISBN-10: 3426631660 | ISBN-13: 978-3426631669
Seiten: 416
Einband: broschiert
Erschien: Oktober 2006, Knaur TB




Kurzbeschreibung zu „Die weiße Jägerin“


Als die Briefe ihres Bruders aus Afrika eintreffen, beginnt die junge Margarete davon zu träumen, ebenfalls dorthin zu gehen. 1907 bricht sie gemeinsam mit ihrem Mann Ulrich nach Deutsch-Ostafrika auf. Am Fuße des Kilimandscharo weiß sie sofort: Hier ist ihre Heimat. Margarete und Ulrich bauen eine Farm auf, die zu einem Paradies für sie und ihre Kinder wird. Doch im Gegensatz zu Margarete kann ihr Mann Afrika nur wenig abgewinnen. Verständnislos bleibt er zurück, wenn sie wochenlang durch die Savanne und den Busch reitet, auf der Jagd nach Löwen und Elefanten. Margarete gewinnt schnell das Vertrauen der schwarzen Einheimischen, die die weiße Jägerin unendlich bewundern. Je mehr sich das Ehepaar voneinander entfremdet, desto stärker wird Margaretes Liebe zu Anthimos, der ihre Leidenschaft für Afrika teilt. Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs will er mit ihr Afrika verlassen. Doch Margaretes Herz hängt an diesem Land und an ihrer Farm.


Leserstimmen

Dieter Baldus schrieb:2007-01-10 20:41:25
Die weisse Jägerin - Momella in Tansania

Erst Mal danke an die Redaktion dieses Afrikaroman Forums. Habe im ZDF "Afrika, mon amour" gesehen und bin bei den Internetrecherchen auf dieses nette Portal gestoßen. Und auf das Buch "Die weisse Jägerin" (Taschenbuch). Ich habe selbst lange in Afrika gelebt und kann mich kaum mehr mit Lob zurückhalten. Ein wahnwitzig gutes Buch! Da spürt man, dass der Autor Afrika kennt. Das Buch ist eine nahezu perfekte Kombination aus lesbar und spannend aufbereiteter Kolonialgeschichte, dramatisch und einfühlsam erzählte Geschichte eine ungewöhnlichen Frau, Margarate Trappe, und viel "Feeling for Africa". Vor vielen Jahren war ich mal auf der MOMELLA Lodge in Tansania, ahnte damals aber nicht, dass diese Farm mal Margarete Trappe gehörte (und später wohl Hardy Krüger). Wie ich las, gibt es jetzt dort die HATARI LODGE. Und es freut mich auf AfrikaRoman zu lesen, dass "Die weisse Jägerin" jetzt wohl auch vom ZDF verfilmt wird. Bin ja der Meinung, ein solch wunderschön erzähltes Afrikabuch gehört ins Kino. Oder auf die Bestsellerliste.
Torald F. schrieb:2006-12-04 10:49:22
Es scheint, als habe das Fernsehn Afrika entdeckt. "Afrika mon amour" wird jetzt überall angepriesen. Wenn ich allerdings die Story lese, habe ich das unrühmliche Gefühl, als orientiere sich die Story an dem Buch "Die weisse Jägerin" von Rolf Ackermann. Ein wirklich tolles Buch, über Margarete Trappe, das jetzt glücklicherweise als gestraffte und korrigierte Taschenbuchausgabe vorliegt. Und, was lese ich zu meiner Überraschung? "Die weisse Jägerin" wird vom ZDF als Doku-Drama auch verfilmt. Titel: Momella - eine Farm in Afrika. Nun ja, wir scheinen vor einem Afrika-Hype zu stehen. Und meine "Agenten" aus dem Kino-/Filmgeschäft haben mir geflüstert, dass Ziegler Film Berlin die Kinorechte an dem Buch "Die weisse Jägerin" erworben hat. War ja auch Zeit. Das wird sicherlich der Nachfolger von "Jenseits von Afrika". Ich jedenfalls halte diesen Roman für eines der besten Afrikabücher in den letzten 2o Jahren.
Erstaunlich, dass der Autor nun auch noch so einen tollen Myterie-Thriller wie "Der Fluch des Florentiners" geschrieben hat. Wann der wohl verfilmt wird?
Christina Aslanidou schrieb:2006-06-25 18:25:21
Ich habe mich fast von Beginn an über den Autor geärgert, der eine tolle Lebensgeschichte verhunzt, um auf den Zug "das Geschäft mit Afrika" aufspringen zu können - oder trifft doch eher den Verlag die Schuld?. Ein gut recherchiertes Sachbuch wäre wirklich mehr gewesen! Und diese zahlreichen Druck und Geschichtsfehler: Es ist immer von einer Queen die Rede, dabei waren zu der infrage kommenden Zeit Edward VII., Georg V., Edward VIII. und Georg VI. Könige von England und erst ab 1952 regiert Elisabeth II.! Man sollte besser das Buch von Gerd von Lettow-Vorbeck aus den 50er Jahren überarbeiten und wieder auflegen - das würde ich jetzt gerne lesen!
Schroeder schrieb:2005-09-19 20:40:55
nicht mehr als ein zeitvertreib

ich kann in die lobeshymnen nicht einstimmen. die historische person margarete trappe bleibt für mich spannend, die romanfigur ist zweidimensional. ackermann beschreibt sie nur oberflächlich, lässt zu viele und zu lange lücken. ihre motivationen werden zwar benannt, aber einem nicht nahegebracht. der versuch ackermanns, die historischen fakten in die romanhandlung einzubinden, wirken wie mit dem holzhammer gesetzt und albern. besser wäre ein sachlicher exkurs zu den geschichtlichen rahmenbedingungen am anfang eines kapitels gewesen, als zeit darauf zu verschwenden, den historischen persönlichkeiten platz im romangeschehen selbst zu geben. insgesamt ist mir der roman zu oberlehrerhaft was das geschichtliche angeht und ansonsten zu oberflächlich und pathetisch.
mich stört es, wenn z.B. tine, die schwester margaretens, nach jahren der trennung zum ersten mal nach afrika kommt, und vom krieg auf jahre dortbleiben muss - und immer nur in nebensätzen erwähnt wird. ackermann lässt schutztruppler in seinem roman über die politische lage schwätzen, erklärt aber mit keinem wort die beziehung zwischen des schwestern. "musste" die schwester nur in den roman geschrieben werden, damit man den fakten nicht untreu wird?
sicher wird das buch bald verfilmt werden, die story gibt genau das her: liebesgeschichte vor dem herrlichen panorama ostafrikas und dem geschichtlichen panorama des ersten weltgrieges. und kann sich dann auch noch kritisch mit dem kolonialismus auseinandersetzen - volltreffer. als buch aber zu oberflächlich, ein zeitvertreib, mehr nicht. mit tania blixens erinnerungen an afrika überhaupt nicht zu vergleichen. und zu allem überfluss sind in der bertelsmann-ausgabe, die ich gelesen habe, etliche druckfehler, die einem geradezu ins auge springen: gesicht statt gedicht, kutz statt kurz, und dergleichen mehr.
Bea Frank aus Loretto/Österreich schrieb:2006-03-24 15:11:18
Besser als "Jenseits von Afrika"

Was mich an diesem wunderbaren Buch so maßlos fasziniert, ist, dass es dem Autor, Rolf Ackermann, so perfekt gelungen ist, einerseits die wundervoll einfühlsame und herzergreifende Biografie des Lebens der Deutschen Margarete Trappe in Ostafrika zur deutschen Kolonialzeit zu schreiben, andererseits aber auch - und das unterscheidet dieses Buch von den üblichen Afrika-Frauen-Romanen - dem Leser unaufdringlich in die Romanhandlung eingebunden ein sehr fundiertes historisches Wissen jener Zeit zu vermitteln.
Es muß eine tolle, couragierte und sehr willenstarke Frau gewesen sein, diese Margarete Trappe, die da ab 1907 am Kilimanjaro ihren Traum von Afrika lebte - und dann auf sehr tragische Weise in die Mühlen der Weltpolitik gerät. Heulen mußte ich bei diesem Buch: mal aus grenzenloser Begeisterung, mal aus Wut. Weil hier eindrucksvoll geschildert wird, wie das Glück eines Menschen von den Machenschaften der Politik zermalmt wird.
Für mich ist es eines der eindrucksvollsten Afrikabücher, die ich je gelesen habe. Und ich bin sehr sicher, daß daraus bald ein Film wird...





 

AfrikaRoman über Rolf Ackermann


  
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