Samstag, 19. August 2017


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Feuerherz

HENNING MANKELL
„Die Macht des Feuers”


Mosambik ist die Wahlheimat Henning Mankells und hier sind auch seine Romane „Das Geheimnis des Feuers” und „Das Rätsel des Feuers” angesiedelt. Er erzählt die Geschichte des Mädchens Sofia, das trotz aller Schicksalsschläge, die in dem armen, vom Bürgerkrieg zerrütteten Land an der Tagesordnung sind, seinen Lebensmut nicht verliert. In dieser Neuerscheinung (Atrium-HH, Februar 2oo5) sind beide Erzählungen zusammengefasst.

Mankells Blick in eine andere Welt:
Die Fortsetzung der Geschichte von Sofia, dem Mädchen aus Mosambik...
Von ihren drei Geschwistern mag Sofia Rosa am liebsten - die siebzehnjährige Rosa, nach der sich alle Jungen im Dorf umschauen. Nachts kuschelt sich Sofia an sie und Rosa erzählt ihr vor dem Einschlafen von der Liebe. Sofia träumt von dem Jungen, der sie auf der Straße angesprochen hat, und den sie nur den "Mondjungen" nennt. Doch eines Tages geschieht das Unfassbare: Rosa erkrankt an Aids...

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   Rezension zu... Die Macht des Feuers
Sie suchen nach einem Buch für den Nachttisch, in dem sie abends vor dem Schlafen noch ein paar Zeilen lesen können? Nach entspannender Einschlaflektüre? Dann ist "Die Macht des Feuers" nicht das Richtige. Dieses Buch hält wach, rüttelt auf und bewegt. Es ist die wahre Geschichte des Mädchens Sofia Alface, das im von Krieg, Hunger und Aids zerrütteten Mosambik aufwächst. In eindringlichen Worten schildert der Autor die Flucht von Sofias Familie vor dem Krieg, den Unfall, bei dem ihre Schwester ums Leben kommt und sie für immer gezeichnet wird und ihren täglichen Kampf gegen Hunger, Armut und Hoffnungslosigkeit. Vor allem beeindrucken Sofias Lebenswille, ihre Stärke und die Eigenschaft, in jeder Situation etwas Positives zu sehen.
Der Autor Henning Mankell ist vor allem mit seinen Kriminalromanen um Kommissar Wallander bekannt geworden. Hier wählte er hier ein völlig anderes Thema. "Die Macht des Feuers" ist ein sehr persönliches Buch Mankells und zeigt, wie sehr er dieses Land, was zu seiner Heimat wurde, liebt.



   speziell zu... Henning Mankell
Nordschweden - raues Klima, geringe Bevölkerungsdichte
In solche einer Gegend, namens Härjedalen, wurde Henning Mankell im Winter 1948 geboren. Von der Mutter verlassen, zog sein Vater, ein Richter, den kleinen Henning alleine auf.

Mit 17 Jahren ging er nach Stockholm und wurde Regie-Assistent am renommierten Riks-Theater. Er begann mit dem Schreiben. Bei seinen Regiearbeiten, wie auch in seinen literarischen Werken bediente sich Mankell gesellschaftlichen und politischen Themen.

Schon als Kind träumte er davon, den Afrikanischen Kontinent zu bereisen, 1972 erfüllte er sich erstmals diesen Wunsch und fand in Afrika seine wahre Heimat. Er entwickelte eine kritische Distanz zu Europa. Seine nächsten Werke behandelten Themen wie Arbeitsbewegung, Imperialismus und Klassenkampf.

In den achtziger Jahren pendelte Mankell zwischen Schweden und Afrika hin und her. In Schweden arbeitete er für verschiedene Theater als Regisseur, Autor und Intendant, in Afrika übernahm er in Maputo, Mosambik den Aufbau einer professionellen Theatergruppe. Der Rhythmus Afrikas bestimmte seinen Tagesablauf. So schrieb er vormittags an seinen Romanen und arbeitete nachmittags mit seinem Theaterensemble. Bis heute verbringt er mehr als die Hälfte des Jahres in Maputo, die Sommermonate in seiner schwedischen Zweitheimat.

In den neunziger Jahren entstanden die neun Bücher der Wallander-Reihe. Kriminalromane die monatelang auf den Bestsellerlisten in verschiedenen Ländern standen.

Seit im Frühjahr 2ooo seine Wahlheimat Mosambik von einer verheerenden Flutwelle heimgesucht wurde, bei der über 7oo Menschen starben, setzte sich der mehrfach Preisgekrönte Autor für die notleidenden Menschen, zusammen mit der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, ein.

Sein Leben in Mosambik lieferte Mankell zudem den Stoff für verschiedene Romane, die in Afrika angesiedelt sind. 1995 erschien mit „Der Chronist der Winde” (dt. 2ooo) ein Roman über das Leben von Straßenkindern. In „Die rote Antilope” (2ooo, dt. 2oo1) schildert Mankell die Geschichte eines Buschmannjungen, der von einem Forscher nach Schweden verschleppt wird. Im Februar 2oo3 erschien der Roman „Tea-Bag”, der Einblick in die illegale Welt der Einwanderer gewährt und gleichzeitig eine Satire auf den modernen Literaturbetrieb ist. Es ist ein Buch von wunderbarer Komik und tiefem Ernst - ein neues Genre, in dem Mankell wie in seinen früheren Büchern brilliert.

Mehr Informationen über den „Autor des Jahres 2oo2” gibt es auf http://www.mankell.de [+]
Stand: 27.o3.2oo5


 
   

   
  
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