Samstag, 25. November 2017


  SPECIAL


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Runada-Spezial
Bücher - die aufrüttelnd von der Tragik menschlicher Schicksale berichten..


Ruanda: „Die Schweiz des schwarzen Kontinents” wurde das fruchtbare Land im Herzen von Afrika einst genannt. Eine paradiesische Kulisse für unvorstellbare Grausamkeit.

In weniger als drei Monaten verwandelte sich das Paradies in eine Hölle. Wenige Stunden nach dem Absturz der Präsidentenmaschine am 6.4.1994 und dem Tod von Präsident Habyrimana beginnen unvorstellbare Massaker an Tutsis und oppositionellen Hutus. Hunderttausende Menschen werden in kürzester Zeit dahingeschlachtet, Kirchen werden zu Leichenschauhäusern, bis dahin friedliche Dörfer zu Schlachtfeldern.

Schön und grausam zugleich – so scheint uns Afrika. Den Völkermord in Ruanda als Hintergrund, möchten wir Ihnen gerne eine Auswahl an Büchern vorstellen, die aufrüttelnd von der Tragik menschlicher Schicksale auf dem „verlorenen Kontinent” Afrika berichten, ohne uns mutlos zurückzulassen.

Gerade im Berlin Verlag erschienen:

Ein gewöhnlicher Mensch.
PAUL RUSESABIGINA
Ein gewöhnlicher Mensch.
Die wahre Geschichte hinter »Hotel Ruanda«

Verlag: Berlin Verlag
ISBN 3-8270-0633-3
Seiten: 256
Einband: gebunden
Erschienen: Mai 2oo6

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Das zentralafrikanische Land Ruanda ist im Jahr 1994 Schauplatz eines Völkermords, dessen Dimensionen sich kaum in Worte fassen lassen. Innerhalb von nur 1oo Tagen ermorden marodierende Trupps der Hutu-Mehrheit fast eine Million Angehörige der Tutsi-Minderheit. Die internationale Staatengemeinschaft sieht tatenlos zu. Während der Mob mit Macheten bewaffnet durch die Hauptstadt Kigali zieht, gelingt es Paul Rusesabagina, dem Direktor des Ausländerhotels Mille Collines, mit einer atemberaubenden Mischung aus Diplomatie, Schmeichelei, Täuschung und unglaublicher Chuzpe, über 12oo Tutsis und gemäßigten Hutus in seinem Hotel Zuflucht zu bieten und so das Leben zu retten. Nicht umsonst nennt man ihn wegen seines mutigen und selbstlosen Verhaltens den „Oskar Schindler Afrikas”.
Eine aufwühlende Autobiografie und zugleich ein ermutigendes Zeugnis von Zivilcourage im Angesicht barbarischer Unmenschlichkeit.


Aus dem umfangreichen Afrika-Programm des Peter Hammer Verlages möchten wir Sie vor allem auf folgende zwei Titel aufmerksam machen:

Ein Leben mehr.
ESTHER MUJAWAYO
Ein Leben mehr.

Verlag: Peter Hammer Verlag
ISBN 3-7795-0029-9
Seiten: 337
Einband: gebunden
Erschienen: März 2oo5

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Esther Mujawayo hat den Völkermord 1994 in Ruanda überlebt. Ergreifend und ungeheuer lebendig schildert sie - mithilfe der Journalistin Souâd Belhaddad, die ihre Erzählung aufgeschrieben hat - wie sie die Kraft für ein „Leben danach” aufbringt. „Es kam ein Moment, in dem ich mir sagte: 'Wenn du überleben willst, Esther, musst du dich dem widmen, was dir geblieben ist, und nicht dem, was du verloren hast'.”
Verloren hat sie ihren Mann und 17 Familienmitglieder. Grund genug für Frau Mujawayo, zusammen mit 5o Frauen, Witwen wie sie, die Organisation Avega für die Opfer des Genozids zu gründen. Inzwischen zählt Avega 35.ooo Mitglieder.
Um Bedürftige zu unterstützen und weil der Bedarf an psychotherapeutischer Hilfe in Ruanda immens war, ließ sich Esther Mujawayo zur Therapeutin ausbilden. Und anders als ausländische Therapeuten verstand sie als Frau, die den Völkermord selbst erlebt hatte auch das, was die Opfer nicht aussprachen.

Der Schatten Gottes.
VÉRONIQUE TADJO
Der Schatten Gottes.
Reise ans Ende Ruandas

Verlag: Peter Hammer Verlag
ISBN 3-87294-868-7
Seiten: 140
Einband: gebunden
Erschienen: Februar 2oo1

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Véronique Tadjo hat sich dem großen Thema Völkermord literarisch genähert. Entstanden ist ein Reisebericht, in den Erzählungen eingeflochten sind. Alles Fiktive ist dabei jedoch hervorgegangen aus wirklichen Begegnungen und Gesprächen mit Opfern, Zeugen und Tätern. Erstaunlich ist die Klarheit der Sprache, die Véronique Tadjos findet, trotz der Komplexität und der Unerklärlichkeit der Geschehnisse. Ein Buch, das zutiefst erschüttert, seine Leser aber nicht erschlägt. (Klappentext)
Der Autorin gelingt, was kaum vorstellbar ist: eine höchst literarische Auseinandersetzung mit dem Genozid in Ruanda.


Quellen:

- 1o Jahre nach dem Genozid in Ruanda, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
- Pressemitteilung Berlin Verlag, April 2oo6


Stand: 15.o5.2oo6


 
   

   
  
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