Im Zentrum des Romans steht ein Haus, die "Villa Kahena". Sie trägt den Namen der legendären Berberkönigin und Armeeführerin, die sich im 7. Jahrhundert an der Spitze ihres Volkes, der Beni Dscher, der Invasion des Maghreb durch die Araber entgegenstellte. Erbaut wurde das stattliche Haus zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einem Siedler aus Malta, Louis Bergagna, in der fiktiven algerischen Stadt Kirtha. In der Villa kreuzen sich die Wege dreier Generationen, die durch ein Geheimnis miteinander verbunden sind. Ihrer Geschichte und dem Geheimnis auf der Spur ist gegen Ende des Jahrhunderts der Journalist Hâmid Kaïm, der seine Kindheit in der Villa verbracht und sie von seinem Vater geerbt hat.
Im Roman wird ein Tag im Leben des Studenten Hussein erzählt, der nachts als Portier in einem kleinen Hotel jobbt.
Allerdings ist der Tag ein Besonderer, denn am 29.6.1996 jährt sich zum vierten Mal die Ermordung des algerischen Präsidenten. Und so enthält der Roman mehr als nur ein im trocken-berichtenden Stil erzählte Story. Es wird von Verwicklungen, Intrigen und der Gewalt berichtet, die Algerien und sein Volk beherrschen, von hoffnungs- und Trostlosigkeit der jungen Generation, die sich auf einer unendlichen Odyssee befindet.