Mittwoch, 08. September 2010




Bücher des Autors Tahar Ben Jelloun






Verlassen
Verlag: Berlin Verlag
ISBN: 3-8270-0652-X
Seiten: 264
Einband: gebunden
Erschienen: Sept. 2006

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Verlassen

Kurzbeschreibung

Tanger 1995. Tanger verlassen - das ist die Obsession in den Köpfen einer ganzen Generation. Bei schönem Wetter sieht man die spanische Küste in nur 14 km Entfernung. Sie sitzen in den Cafés, trinken Tee, rauchen Haschisch und träumen sich hinüber. Unter ihnen Azel, arbeitslos nach einem Jurastudium, ohne jede Aussicht auf einen Job. Sein Cousin Noureddine ist gerade mit zwanzig anderen ertrunken bei dem Versuch, in die "Festung Europa" hinüberzukommen. Seine schöne kleine Nachbarin Malikka stirbt vor der Erfüllung des Traums an Lungenentzündung. Er selbst glaubt jetzt einen sicheren Weg gefunden zu haben: Der spanische Galerist Miguel hat sich in ihn verliebt und verschafft ihm und seiner Schwester Kenza Visa für Spanien. Azel geht nach Barcelona. Aber die Hölle aus Armut, Korruption und Demütigung, die er in Marokko hinter sich lässt, ist nur das Spiegelbild der anderen Hölle, die ihn erwartet: die Einsamkeit, Prostitution und der Verlust seiner Würde in der Emigration. Der große Erzähler Ben Jelloun gibt dem massenhaften Exodus aus Nordafrika mit diesem Roman ein figuren- und facettenreiches Gesicht.



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Verlag: Berliner Taschenbuch
ISBN: 3-8333-0010-8
Seiten: 251
Einband: broschiert
Erschienen: Dez. 2003

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Das Schweigen des Lichts

Kurzbeschreibung

Ben Jellouns Roman basiert auf dem Zeugnis eines Überlebenden von Tazmamart. Dieses geheime Straflager im Mittleren Atlas von Marokko war 1973 eigens für die Teilnehmer an dem gescheiterten Putsch gegen Hassan II. am 1o. Juli 1971 konstruiert worden. 1991 wurde das Lager auf internationalen Druck geschlossen, planiert und mit Palmen bepflanzt. Ein Mann erzählt. Er heißt Salim und hat am gescheiterten Putschversuch gegen König Hassan II. teilgenommen. Er war zwanzig, Soldat und seinen Offizieren blind gefolgt. Er wurde interniert im geheimen Straflager Tazmamart, im Süden Marokkos, verurteilt zu einem langsamen Sterben in Kälte, Schmutz und Angst. Im Gefängnis herrscht ewige Nacht, kein Licht dringt in die fensterlosen, unterirdisch gelegenen, nur 1,5o m hohen Zellen. Die einzige Vergünstigung bringt der Tod eines Mithäftlings, dann dürfen die Gefangenen ans Tageslicht, um ihn zu beerdigen, und vielleicht erhaschen sie ein Stück Kleidung des Toten gegen die Kälte. Um zu überleben, lernt Salim, sich von den Bildern seiner Vergangenheit zu befreien wie von seinen Gefühlen, der Sehnsucht nach der Familie oder dem Hass auf die Wärter - denn Gefühle schwächen sein Abwehrsystem. Und wie Scheherazade hält er sich und die andern am Leben, erzählt seine "Tausendundeine Nacht", wenn er Romane von Balzac oder Camus rezitiert , und wenn sein literarisches Gedächtnis versiegt, memoriert er die Filme, die er als Jugendlicher in Marrakesch sah. Die Wörter sind der einzige Widerstand gegen das tödliche, allumfassende Schweigen. "Das härteste, unerträglichste Schweigen aber war das des Lichts." Dieser große Roman über die Bewahrung von Menschlichkeit unter unmenschlichen Bedingungen steht neben den großen literarischen Zeugnissen einer "Welt ohne Erbarmen", neben Primo Levi oder Gustaw Herling.



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Verlag: Wagenbach
ISBN: 3-80312-439-5
Seiten: 118
Einband: broschiert
Erschienen: April 2002

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Die erste Liebe ist immer die letzte.

Kurzbeschreibung

Geschichten über die mannigfaltigen Spielarten der Liebe rund um Tanger
Phantasien, tausendundeine Träumerei, aber auch die ländlichen Irrwege und die Niederlagen: Tahar BenJelloun erzählt von den unendlich vielen Facetten der arabischen Liebe.
Anknüpfend an die mündliche Erzähltradition, handeln die Geschichten meist von Menschen, die selbst Erlebnisse weitererzählen oder aufschreiben: So wie der kleine, häßliche Mann im Cafe in Tanger, der sich zum öffentlichen Schreiber mit Spezialgebiet "Fieberrausch, Wahnsinn und Liebesleidenschaft" erklärt hat. Männer und Frauen kommen zu ihm, um von feurigen Affären und skurrilen Liebesbegegnungen zu berichten. Das große Geheimnis des einsamen Schreibers: Er schreibt die Geschichten nicht nur auf, er verleiht ihnen beim Schreiben erst ihre wirkliche Schönheit.



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Verlag: Rowohlt
ISBN: 3-499-12302-9
Seiten: 184
Einband: broschiert
Erschienen: Okt. 1989

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Sohn ihres Vaters

Kurzbeschreibung

Roman über Achmed, der feststellen muß, daß sein Vater ihn wie einen Jungen hat aufwachsen lassen aus Verzweiflung darüber, nur weibliche Nachkommen gezeugt zu haben. Deshalb hatte sein Vater sie bei der Geburt kurzerhand zum Sohn erklärt.



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Verlag: Rowohlt
ISBN: 3-499-12934-5
Seiten: 158
Einband: broschiert
Erschienen: Sept. 1991

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Die Nacht der Unschuld

Kurzbeschreibung

Zahra, die achte Tochter ihres Vaters, musste wie ein Sohn aufwachsen. Nach dem Tod ihres Vaters in der Nacht auf den 27. Tag des Ramadan, in der islamischen Nacht der Bestimmung, beginnt für Zahra ein neues Leben als Frau. Ihre Emanzipation stellt sich als eine Serie sexueller Abenteuer dar, die dezent beginnt und in enthemmter Leidenschaft endet. Mit einem Blinden entdeckt Zahra schliesslich die Weite ihrer Sinnlichkeit und Sexualität, doch wird das Glück von einem Gefängnisaufenthalt unterbrochen. Wieder in Freiheit, findet Zahra ihren Geliebten im Süden des Landes wieder, wo er wie ein Heiliger verehrt wird. Stil: Der Roman wird aus der Sicht der weiblichen Hauptfigur als Rückblick auf ihr Leben erzählt. In die Handlung mischen sich Traumszenen, die manchmal klar als solche gekennzeichnet sind, manchmal mit der erzählten Wirklichkeit verschwimmen. Eine erotische Begegnung im Dampfbad lässt sich zum Beispiel weder der Traumebene noch der Haupthandlung eindeutig zuordnen. Diese erzählerische Mehrdeutigkeit ist typisch für die Literatur von Ben Jelloun, die auch von stilistischen Verschachtelungen und zeitlichen Verschiebungen geprägt ist. Der Autor hebt die realistische Erzählweise nach dem Muster orientalischer Märchen, der fantastischen Literatur und einer assoziativen Schreibweise auf. Seine Vorbilder sind James R Joyce, Jorge Luis R Borges und Friedrich R Nietzsche, dessen Vernunftkritik im französischen Originaltitel von Die Nacht der Unschuld anklingt. Zugleich erweist sich Ben Jelloun als Meister des Selbstzitats, der >>Réécriture<< und Intertextualität, indem er eigene und fremde Texte collagiert, wiederholt und verfremdet.


AfrikaRoman über Tahar Ben Jelloun
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