Schlimmer als der Tod ist vielleicht das spurlose Verschwinden eines geliebten Menschen. Hisham Matar, dessen Vater vor zwei Jahrzehnten von libyschen Sicherheitskräften entführt wurde, erzählt in seinem neuen Roman von der Verschleppung eines arabischen Dissidenten - und davon, wie diese Entführung das Leben derjenigen, die zurückbleiben, für immer überschattet und verändert.
Suleiman ist neun Jahre alt, als sich die Welt, wie er sie kennt, für immer verändert. Es ist der Sommer 1979, und Tripolis liegt im gleißenden Sonnenlicht.
Die Maulbeeren sind so sÜß, als kämen sie direkt vom Himmel. Aber es geschehen Dinge, die Suleiman nicht versteht und die ihm niemand erklärt. Denn Suleiman soll nicht wissen, dass sein Vater im Untergrund gegen Revolutionsführer Gaddafi arbeitet. Und er muss doch erleben, wie sich das Netz des Sicherheitsapparates immer enger um die Familie legt. Ein ergreifender Roman über eine Kindheit in Libyen zur Zeit der Revolution Gaddafis.
„Die erschütternde Geschichte eines Kindes, das zu früh den Brutalitäten der libyschen Politik ausgesetzt wird.” J.M. Coetzee