Donnerstag, 17. April 2014


Jaime Bunda, Geheimagent. Pepetela - Rezension





Kommentar zum Buch von Pepetela
Jaime Bunda, Geheimagent
Verlag: Unionsverlag
ISBN: 978-3293203549
Seiten: 346
Einband: broschiert
Erschien: Feb. 2006

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AfrikaRoman-Rezension zu
„Jaime Bunda, Geheimagent” von Pepetela


Verfasser: Dagmar Sachse
schrieb am 28. Juli 2005



Ein angolanischer Krimi ist an und für sich schon nichts Alltägliches. Wenn der Protagonist aber ein "Geheimdienstpraktikant" namens Jaime Bunda ist (das in Geheimdienstkreisen verpflichtende Kürzel "J.B." ist nicht umsonst gewählt), seine bevorzugte Tätigkeit das Essen ist und er außerdem von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt und man beim Lesen abwechselnd Mitleid empfindet und schmunzelt - dann wird es wirklich schräg.
Der in Angola geborene Autor Pepetela (eigentlich Artur Carlos Maurício Pestana dos Santos) hat mit „Jaime Bunda, Geheimagent” seinen ersten Krimi abgeliefert. Eigentlich ist es aber wohl mehr als Parodie auf den klassischen Agententhriller gedacht, denn bei Jaime geht wirklich alles schief, was schief gehen kann. Erst sitzt er zwei Jahre lang in der Geheimdienstzentrale des SIG in Angolas Hauptstadt Luanda, ohne irgendetwas zu tun. Und nachdem er endlich zu seinem ersten Auftrag abkommandiert wird, ist der Grund dafür einfach: der Täter soll nicht gefunden werden und deshalb wird der trottelige, übergewichtige Praktikant mit der Ermittlung betraut. Und dieser stellt sich natürlich auch genauso unfähig an, wie es von ihm erwartet wird. Das Jaime den Täter am Ende doch noch findet, hat viel mit Glück und mit seiner Kenntnis von Luanda und dessen Bewohnern zu tun.
Sicher, manchmal ist die Handlung etwas eintönig, viele Szenen wiederholen sich und auch die immer gleichen Tätigkeitsmuster der handelnden Personen langweilen streckenweise ein bisschen. Wettgemacht wird das aber durch die originelle Art, in der der Roman geschrieben ist, durch die Hauptfiguren, die so ganz anders sind als das, was man üblicherweise aus Agententhrillern kennt und nicht zuletzt durch einen liebenswerten und so gar nicht heldenhaften Protagonisten.

Bewertung:

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