Mittwoch, 29. März 2017


Cobra, Deon Meyer - Rezension




Kommentar zum Buch von Deon Meyer
Cobra
Verlag: Rütten & Loening
ISBN: 978-3352006869
Seiten: 448
Einband: gebunden
Erschien: Sept. 2014

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Buchrezension von Dagmar Sachse
Veröffentlicht am 21. Oktober 2014


Ein malerisches Weingut nahe Kapstadt. Zwei erschossene Bodyguards und ein verschwundener Wissenschaftler. Bennie Griessel und seine Kollegen von der Valke ermitteln, bis sich unvermutet der südafrikanische Geheimdienst einmischt und die Ermittlungen übernehmen will. Bennie und seine Kollegen wittern Ärger und ermitteln heimlich weiter.

Tyrone Kleinbooi, ein Kapstädter Taschendieb, hat ganz andere Sorgen. Seine Einnahmen sinken in den Zeiten der totalen Überwachung von öffentlichen Plätzen rapide, doch er braucht Geld, damit seine Schwester ihr Studium beenden kann. Da gerät ihm zufällig eine Memory Card mit brisantem Inhalt in die Finger. Er versucht, sie zu Geld zu machen, doch die Käufer sind skrupellose Killer. Kann Tyrone sie austricksen?

Dies sind die Zutaten zu Deon Meyers neuestem Roman Cobra, und er verwirbt die einzelnen Erzählstränge wie immer äußerst virtuos. Mit Bennie Griessel, dem Protagonisten aus drei vorangegangen Romanen, geht es aufwärts. Er ist seit mittlerweile über 400 Tagen trocken und erst kürzlich bei seiner Freundin Alexa Barnard eingezogen. Alles Friede, Freude, Eierkuchen, möchte meinen - doch weit gefehlt. Der Fall des verschwundenen Wissenschaftlers wird mit jedem Tag komplizierter. Die einzige Spur, die es gibt, ist eine Gravur auf allen Geschosshüllen, die an den Tatorten zurückbleiben: die einer Mosambik-Speikobra. Die Täter sind äußerst brutal, treffsicher und schnell. Und dann ist da auch noch der südafrikanische Geheimdienst SASS, der den Kapstädter Polizisten den Fall wegnehmen will.

Versagensängste in privater und beruflicher Hinsicht und die immer wieder aufflammende Gier nach Alkohol - Bennie Griessel kämpft in seinem 4. Fall nicht nur gegen das Verbrechen, sondern auch gegen seine eigenen Dämonen.

Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Deon Meyer es schafft, auch in diesem Roman das Tempo über 400 Seiten derart hoch zu halten, ist vielleicht seiner privaten Leidenschaft für Geschwindigkeit geschuldet. In jedem Fall macht es Cobra zu einem atemberaubenden Lesegenuss.


Bewertung: 5 afrikanische Kontinente
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