Mittwoch, 29. März 2017


Die Macht des Feuers - AfrikaRoman-Rezension





Kommentar zum Buch von Henning Mankell
Die Macht des Feuers
Verlag: Atrium-HH
ISBN: 3-855-35963-6
Seiten: 352
Einband: gebunden
Erschien: Feb. 2005

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Buchrezension von Dagmar Sachse
Veröffentlicht am 5. März 2005


Sie suchen nach einem Buch für den Nachttisch, in dem sie abends vor dem Schlafen noch ein paar Zeilen lesen können? Nach entspannender Einschlaflektüre? Dann ist "Die Macht des Feuers" nicht das Richtige. Dieses Buch hält wach, rüttelt auf und bewegt. Es ist die wahre Geschichte des Mädchens Sofia Alface, das im von Krieg, Hunger und Aids zerrütteten Mosambik aufwächst. In eindringlichen Worten schildert der Autor die Flucht von Sofias Familie vor dem Krieg, den Unfall, bei dem ihre Schwester ums Leben kommt und sie für immer gezeichnet wird und ihren täglichen Kampf gegen Hunger, Armut und Hoffnungslosigkeit.

Und auch wenn "Die Macht des Feuers" kein Roman mit Happy - End ist, so ist seine Handlung doch nicht durchweg traurig und melancholisch. Sofias Lebenswille, ihr Mut und ihr unerschütterlicher Optimismus beeindrucken. Sie zeigt, worauf es im Leben wirklich ankommt und was für viele von uns selbstverständlich ist: genug zu essen, gesunde Kinder, ein Dach über dem Kopf und die Verwirklichung beruflicher Wünsche. Letzteres gelingt Sofia mit einer eigenen Nähmaschine. Auch an ihrer ersten Liebe und ihren Gedanken über Alltägliches lässt uns der Autor teilhaben. Und am Ende weiß man: Sofia wird nie die Hoffnung aufgeben.

Der Autor Henning Mankell ist vor allem mit seinen Kriminalromanen um Kommissar Wallander bekannt geworden. Hier wählte er hier ein völlig anderes Thema. "Die Macht des Feuers" ist ein sehr persönliches Buch Mankells und zeigt, wie sehr er dieses Land, was zu seiner Heimat wurde, liebt.

Bewertung: 4 afrikanische Kontinente
© Literaturportal AfrikaRoman - Afrikaromane im Netz


 
   

   
  
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