Donnerstag, 01. September 2016


Chimamanda Ngozi Adichie




Chimamanda Ngozi Adichie ist die bedeutendste Jung-Autorin der afrikanischen Literaturszene. Sie begeistert mit ihrem schriftstellerischen Können Literaturkritiker, Schriftsteller und ihre immer größer werdende Leserschaft gleichermaßen.

Chimamanda Ngozi Adichie

Foto: © Chimamanda Ngozi Adichie


Chimamanda Ngozi Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren. Ihre Familie gehört dem Volk der Igbo an und lebt in der Ortschaft Abba im Bundesstaat Anambra.
Als eines von sechs Kindern wächst sie in der Universitätsstadt Nsukka auf, wo ihr Vater als erster Statistik-Professor des Landes tätig war. Später Vizekanzler der Universität von Nigeria, ist James Nwoye Adichie heute pensioniert. Ihre Mutter, Grace Ifeoma, arbeitete in derselben Einrichtung.

Nach Primary und Secondary School nimmt C.N. Adichie ein Medizinstudium an der Universität von Nsukka auf und schreibt Artikel für eine von den katholischen Medizinstudenten herausgegebenen Studentenzeitung.

Mit einem Stipendium für die Drexel University in Philadelphia geht Chimamanda Ngozi Adichie 1998 in die USA, um Kommunikationswissenschaften zu studieren. Nach zwei Jahren wechselt sie an die Eastern Connecticut State University. Während der Zeit in Connecticut lebt C.N. Adichie bei ihrer Schwester Igeoma, die eine Arztpraxis in der Nähe der Universität führt. Dem Universitätsabschluss in Kommunikations- und Politikwissenschaften mit summa cum laude 2001 folgte ein Magisterabschluss in Creative Writing an der Johns Hopkins University, Baltimore.

2005 erhielt sie ein einjähriges Stipendium als Hodder Fellow an der Princeton University.

Mit ihren Kurzgeschichten war sie 2002 auf der Shortlist des Caine Prize for African Writing. 2003 gewann Chimamanda Ngozi Adichie den O. Henry Prize und den PEN/David T. Wong Short Story Prize. Ihr erster Roman Blauer Hibiskus (Luchterhand, 2005) war auf der Shortlist für den Orange Fiction Prize, auf der Longlist für den Booker Prize und erhielt den Commonwealth Writers' Prize für das beste Debüt.

Nach ihrem preisgekrönten Debüt erzählt auch Chimamanda Ngozi Adichies neuer Roman vom Schicksal Afrikas: von den Nachwehen der Kolonialzeit, von Korruption, Verantwortung, ethnischen Bindungen, von den Brutalitäten des Krieges und von den Menschen, die er verändert, aber auch von der Liebe, die alles noch schwieriger macht - oder leichter. Die Hälfte der Sonne (engl. Half of a Yellow Sun) erschien im Februar 2007 bei Luchterhand, München. Auch dieser Roman schaffte 2007 den Sprung sowohl auf die Shortlist des Commonwealth Writers' Prize in der Rubrik “Bestes Buch Afrika” als auch des Orange Fiction Prize. Letzterer wurde der Autorin im Gegensatz zu 2004 in diesem Jahr zugesprochen.

Mittlerweile lebt C.N. Adichie in den USA und Nigeria.

Bücher von C.N. Adichie in deutscher Übersetzung:


Verfilmungen: „Die Hälfte der Sonne” und „Americanah”

Das Buch Die Hälfte der Sonne wurde 2013 von Biyi Bandele verfilmt. Für Biyi Bandele, selbst Schriftsteller nigerianischer Herkunft, war es sein Regiedebüt bei einem Spielfilm. Zuvor brachte er bereits Chinua Achebes Things Fall Apart auf die Theaterbühne.

Nach Die Hälfte der Sonne soll nun auch Americanah von Chimamanda Ngozi Adichie verfilmt werden!


 
   

   
  
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