Dienstag, 09. Februar 2010




Literaturportal AfrikaRoman

Wer kennt sie nicht, die Worte: „Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngong-Berge...”. Worte, die in die Literaturgeschichte eingingen. Worte, die einen Mythos schufen. Einen Mythos, den viele Schriftsteller nährten! Verlockende, wilde und bezaubernde Bücher, in der ein Sehnsüchte weckendes Afrika geschildert wird.

Doch diesem Mythos steht eine weitere, intelligente und differenzierte, authentische und humorvolle Literatur gegenüber. Literatur, die der nigerianische Autor Cyprian Ekwensi treffend beschreibt: „Schreiben in Afrika beruht auf dem lebendigen Erbe der afrikanischen Menschen. Es spiegelt die Geschichte als Hintergrund der aktuellen Ereignisse wie der künftigen Krisen. Es ist Kritik der gegenwärtigen Gesellschaft und Projektion in die Zukunft.”.

Welchen zugrunde liegenden Stoff Sie als Leser auch bevorzugen: wir gehen darauf ein! Entdecken Sie auf den folgenden Seiten die faszinierende Welt der afrikanischen Belletristik. Sie finden alles von der Kolonial- bis zur Gegenwartsliteratur, außerdem die Romanliteratur über Afrika.


Neuerscheinung unter den Afrika Büchern

Sommer des Lebens

J. M. Coetzee mit: „Sommer des Lebens”

Mit ›Im Sommer‹ gewährt uns J. M. Coetzee überraschend Einblick in seine entscheidenden Lehrjahre als Schriftsteller. Aus Amerika zurückgekehrt, tuscheln die Verwandten hinter seinem Rücken: warum lebt er nur wieder hier in Südafrika bei seinem Vater und betoniert den Hof? Den Kopf voll Büchern und wilden Plänen, eine akademische Karriere, die nicht ins Laufen kommt, eine verheiratete Frau, die von dem rätselhaften Langhaarigen fasziniert ist, eine brasilianische Tänzerin, deren Tochter Nachhilfe braucht, schließlich die Cousine Margot und ein missglückter Ausflug ins Veld, der großen offenen Steppe, in der die Coetzee schon immer ihr Vieh hüteten.

Voller Ironie und Witz dreht Coetzee die Erzählperspektive um: nicht er schildert die Geschichte, sondern ein junger Autor, der ihn nie kennengelernt hat, aber nun an seiner Biographie schreibt.


Afrika Buch: Leserstimme

Hier kommen Sie, der Leser, zu Wort. Wir sind gespannt und veröffentlichen Ihre Buchkritiken.

Frauenland

AfrikaRoman-Rezension zum Buch von Rachida Lamrabet:
„Frauenland”

[...] In etlichen, miteinander verschachtelten Episoden erzählt die Autorin die Geschichte von der jungen Marokkanerin mit belgischem Paß, ihrem Bruder und Younes. Sie schildert das Leben in Europa und Afrika aus verschiedenen Blickwinkeln: hier westlicher Komfort, dort Rückständigkeit. Hier Werteverfall und Konsumterror, dort strenge Sitten und Glaubensregeln, die den Alltag bestimmen. Hier Glück, dort Unglück? Nein, so einfach ist es nicht, und deshalb liest sich Rachida Lambarets Roman auch so erfrischend unterhaltsam: weder versucht die Autorin, dem Leser eine bestimmte Ansicht aufzudrängen, noch wertet sie in irgendeiner Form.
Sie erzählt, schildert verschiedene Lebensläufe und zeigt, wie unterschiedlich sich „Glück” definiert. [...]


Autoren, Buchrezensionen und Afrika-Buchtipps

Die Februar Ausgabe auf afrikaroman.de


Lesepause

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Bildband Afrika

Nollywood

Fotokunst von Pieter Hugo: „Nollywood”

Pieter Hugo, der mit seinen Hyena Men-Porträts epochale Fotokunst geschaffen hat, widmet sich in seinem neuen Band wieder einem ungewöhnlichen Thema aus Nigeria: "Nollywood". So wird die boomende Filmindustrie Nigerias genannt, die mittlerweile nach den USA und Indien die drittgrößte der Welt ist. Sie hat sich seit den 90er Jahren unabhängig von Regierungsgeldern entwickelt und produziert 500 bis 1000 low-budget Filme pro Jahr. Es sind Filme von Afrikanern für Afrikaner; erzählt in einem ganz eigenen Stil, voller Mythen und Symbole. Hugos Bilder spielen mit unserer Wahrnehmung der realen Welt: was in Wirklichkeit surreal ist, scheint real zu sein.